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| Teilekunde |
Was macht das Teil in meinem Heli? Eine kleine Hubschrauberkunde für Einsteiger. Sollte hier etwas unrichtig oder verdreht geschildert sein bitte ich um eine kurze Mail an: martin.bestgen@helimaniacs.de Die Erklärungen sind folgendermassen aufgebaut: englischer Name / deutsche Bezeichnung Erklärung wofür das Teil im Heli benötigt wird
Main Frame / Hauptrahmen (Baugruppe: Hauptrahmen)
 An diesem Teil sind alle Komponenten des Helis befestigt. Er bildt quasi das Grundgerüst des Hubschraubers. Er sollte sehr Verwindungssteif und stabil sein, da alle Kräfte hier zusammenlaufen. Die Hauptrotorachse wird hier befestigt, Das Landegestell gibt seine Stösse an Ihn weiter. Bei höherwertigen Modellen wird für den Hauptrahmen Flugzeugaluminium und/oder Verbundplatten wie Carbon eingesetzt. Tail Boom / Heckrohr (Baugruppe: Chassis)
 Das Heckrohr verbindet Das Chassis mit dem Heckrotorsystem. Dieses muß sich Bauartbeding in einer gewissen Entfernung zur Rotorachse befinden. Skid Landing / Landegestell (Baugruppe: Landegestell)
 Die Landekufen mit der Verbindung zum Hauptrahmen. Es sollte Stösse vor allem von unten gut abfedern. Zumeist wird es aus relativ elastischem Kunststoff hergestellt. höherwertige Modelle nutzen auch hier Aluminium oder Federstahl. Main Rotor Blades / Hauptrotorblätter (Baugruppe: Antrieb)
 Sie Rotieren um den Rotorkopf. Bei Fixed Pich - Modellen sind Sie in Flügelform gebogen. Bei Collective Pitch - Modellen wird durch Verstellen des Anstellwinkels (verdrehen des Rotorblattes nicht mehr parallel zum Boden) Die Luft nach unten gedrückt. Hierdurch entsteht ein Unterdruch über dem Hubschrauber. Ist dieser Auftrieb = dem Gewicht des Helis fängt dieser an zu schweben. Wird er größer steigt der Heli auf. Tail Rotor Blades / Hechrotorblätter (Baugruppe: Antrieb)
 Diese Rotorblätter haben die gleiche Wirkung wie die Hauptrotorblätter, wirken jedoch entgegen der Drehrichtung des Helis. Somit kann der Heli um die eigene Achse gedreht werden, oder in der Luft stehen bleiben ohne sich zu drehen. Rotor Head / Rotorkopf (Baugruppe: Antrieb)
 Der Rotorkopf verbindet die Rotorblätter mit der Antriebsachse. Die Rotorblätter sind bei Collective Pitch Modellen drehbar befestigt, um so den Anstellwinkel der Blätter ändern zu können. Tail Shaft Set / Heckrotorset (Baugruppe: Antrieb)
 Das Heckrotorset besteht aus einer kleineren Version von Hauptrotorachse und Rotorkopf. Diese ist am Ende des Heckauslegers parallel zum Boden angebracht und hält die Heckrotorblätter. Der Heckrotor sorgt für einen Ausgleich der Drehbewegung die ein Hubschrauber ausführen möchte. Diese Drehbewegung entsteht durch die Trägheit, die bei einem sich drehenden Körper in einem anderen Körper versucht in entgegengesetzter Richtung auszugleichen. Der Heckrotor steuert hier gegen. Main Blade Holder / Rotorblatthalter (Baugruppe: Antrieb)
 Diese sitzen an den Enden des Rotorkopfes und sind bei Collective Pitch Modellen drehbar. Die Rotorblätter von kleineren RC-Helicoptern können sich auf der Rotorebene im Blatthalter bewegen. Somit richten sich die Blätter bei steigender Drehzahl selbst aus. Main Shaft / Hauptrotorachse (Baugruppe: Antrieb)
 Sie überträgt die Drehbewegung des Hauptzahnrades, bzw. des Freilaufes über den Rotorkopf auf die Rotorblätter. Inner Rod / Pitch-Schubstange (Baugruppe: Antrieb)
 Diese Stange sitzt im Innern der Hauptrotorachse und gibt Steuerimpulse vom Pitchheber an die Rotorblätter weiter. Wenn der Pitchheber also vom Servo angeboben wird, so sorgt er dafür dass oben am Rotorkopf der Anstellwinkel des Rotorblattes geändert wird indem die Rotorblatthalter auf ihrer längsachse gedreht werden. U-Shape Connector / Pitchheber (Baugruppe: Antrieb)
 Servobefehle des Pitchservos (bei 90 Grad Anlenkung, bei 120 Grad Anlenkung werden diese Bewegung durch gleichzeiges, gemischtes Anheben aller 3 Servos ersetzt) heben den Pitchheber an. In diesem steckt die Pitch-Schubstange, die sich hierdurch in der Hauptrotorache auf- bzw. abwärts bewegt. Main Gear / Hauptzahnrad und Freilauf (Baugruppe: Antrieb)
 Das Hauptzahnrad überträgt die Drehbewegung des Motors auf Die Hauprotorachse. Dreht er schneller als der Freilauf, so wird dieser mitgenommen. Dreht er jedoch langsamer, so kann der Freilauf, wie sein Name schon sagt, frei weiterlaufen. somit bleibt der Heli auch bei einem Motorausfall noch steuerbar. Werden die Rotorblätter negativ gestellt (als ob er die Luft nach oben drückt), so kann die Luft beim sinkflug genutzt werden um die Rotation weiter zu beschleunigen. Kurz über dem Boden kann diese Rotation dann mit “richtig rum” gestellten Rotorblättern den Heli abzufangen und sauber zu landen. Dies nennt man Autorotation. Gear Set / Riemenantrieb (Baugruppe: Antrieb)
 bei kleinen Hubschraubern wird der Heckrotor über einen eigenen Motor angetrieben. Bei größeren Modellen ist der Antrieb des Heckrotors entweder über ein Kardangestänge, oder einen Zahnriemen mit dem Freilauf-Zahnrad verbunden. Somit ist auch das Heck bei einem Motorausfall noch steuerbar. Toothed Sycromesh Belt / Zahnriemen (Baugruppe: Antrieb)
 Der Zahnriemen überträgt die Drehbewegung des Haupt- oder Freilaufzahnrades durch das Heckrohr auf den Heckrotorantrieb. Swashplate / Taumelscheibe (Baugruppe: Steuerung)
 Die Taumelscheibe besteht aus 2 miteinander verbundenen Drehebenen. Sie sitzt auf der Hauptrotorachse unterhalb des Rotors. Eine Ebene ist über Gestänge mit Diesem verbunden und dreht sich mit der Achse und dem Rotor. Die 2. Ebene ist über ain Kugellager befestigt und kann so feststehen obwohl die andere Ebene sich dreht. An dieser 2. Ebene sind die Servos über Gestänge befestigt. Bei Steuerbefehlen werden nun beide Ebenen von den Servos über die Gestänge gekippt. Dadurch wird das obere Gestänge an dieser Stelle praktisch länger und verstellt somit den Anstellwinkel des Rotorblattes wenn es über diese Stelle hinwegdreht. Dadurch wird der Auftrieb hier höher als auf der gegenüberliegenden Rotorseite. Der Effekt ist, dass der gesammte Heli in die entsprechende Richtung kippt und somit in die angesteuerte Richtung fliegt. Größere Helis mit entsprechender Motorisierung können auch Loopings und Schrauben fliegen. Duch negative Ansteuerung wenn der Heli auf dem Kopf fliegt, kann er auch so herum gesteuert und geflogen werden. Eine schnelle Abfolge solcher Manöver nennt man 3D-Flug. Flybar / Paddel (auch Hillerpaddel) (Baugruppe: Steuerung)
 Ein von Hiller entwickelter 2. Hilfsrotor, der zum Hauptrotor um 90 Grad versetzt ist wird angesteuert. Dieser beruhigt das Flugverhalten des Hubschraubers erheblich. Durch diese versetzte Ansteuerung wird der Heli allerdings auch träger. Beim Bell-Hiller-System wird deshalb die Ansteuerung des Hilfsrotors mittels Gestänge mit dem Hauptrotor gemischt. Dies ergibt eine schnelle und direktere Steuerung. Ballance Screw / Paddelgewichte (Baugruppe: Steuerung)
 Diese Gewichte sorgen für ein gutmütigeres Verhalten des Heli, da sie entgegen der aüsseren Einflüssen versuchen die Rotationsebene der Hillerpaddel beizubehalten. werden diese auf der Paddelstange weiter innen befestigt, so wird der Heli agressiver in der Steuerung. Sie sind micht an allen Modellen verbaut.
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